La SASSA - Feriengenuss in der Biosfera Val Müstair.

Das Feriendorf La SASSA im Val Müstair im Endausbau (domenig Architekten, Chur) mit der Talstation der neuen Gondelbahn auf Alp da Munt direkt an der Talabfahrtspiste.


Aktuelles zu La SASSA.

Am 17. November 2017 veröffentlichte die Neue Zürcher Zeitung am Sonntag einen Beitrag unter dem Titel "Wie viel Wildnis darf es sein?" Dieser gibt eine einseitige, überholte und rein urbane Sicht auf die Entwicklung der Berggebiete wider.

 

Domenig Architekten richten im Leserbrief "Wie viel Vielfalt darf es sein?" den Blick vom Berg ins Tal. 


Medienecho zur Abstimmung über La SASSA.

  • Artikel in der Posta Ladina/Engadiner Post, 14. Februar 2017 Print
  • Artikel in La Quotidiana, 13. Februar 2017 Print
  • Artikel in der Südostschweiz, 13. Februar 2017 Print
  • Artikel im Bündner Tagblatt, 13. Februar 2017 Print
  • Fernsehsendung in Telesguard vom 12. Februar 2017
  • Radio-Regionaljournal vom 12. Februar 2017
  • Artikel im Bündner Tagblatt, 31. Januar 2017 Print
  • Artikel in der Posta Ladina, 31. Januar 2017 Print
  • Artikel in der Südostschweiz, 31. Januar 2017 Print
  • Artikel in La Quotidiana, 30. Januar 2017 Print
  • Artikel in der Posta Ladina, 26. Januar 2017 Print
  • Artikel im Bündner Tagblatt, 18. Januar 2017 Print
  • Artikel in der Südostschweiz, 10. Januar 2017 Print und Online


Die La SASSA Saga.

 

Im Herbst 2014 sind die drei Biosfera Teilprojekte Feriendorf Chalchera, Zubringer- und Beschäftigungsbahn Tschierv - Minschuns sowie die Beschneiung der Talabfahrt eingereicht worden.

 

Im Frühjahr 2015 hat die domenig Gruppe, Chur, Interesse angemeldet, Projektideen für das Feriendorf Chalchera - Arbeitstitel "La SASSA" - auszuarbeiten. Dies unter der Bedingung, dass gleichzeitig die Erschliessung des Skigebiets Minschuns ab Talboden erfolgt, die Beschäftigungspiste von Alp da Munt bis zum Feriendorf beschneit und dass die Bahn im Winter und im Sommer betrieben wird. 

 

Die Gemeindeversammlung vom 2. November 2016 in Müstair hat mit gut 80% Ja-Stimmen genehmigt:

  • Kaufvertrag zwischen der Gemeinde Val Müstair als Verkäuferin der Parzelle 2291 und der domenig Immobilien AG als Käuferin
  • Entscheid über die Weitergabe des Erlöses aus dem Baulandverkauf in der Höhe von CHF 1'700'000 an die Sportanlagen AG Val Müstair für die Realisierung einer Zubringerbahn und einer Bescheiungsanlage mit Pistenanpassungen
  • A fond perdu Betrag von CHF 1'300'000 zugunsten der Sportanlagen AG Val Müstair für die Finanzierung einer Zubringerbahn und einer Beschneiungsanlage mit Pistenanpassungen
  • Bürgschaft durch die Gemeinde Val Müstair für das NRP-Darlehen in Höhe von CHF 1'400'000 für maximal 15 Jahre zugunsten der Sportanlagen AG Val Müstair

In der Folge ergriffen drei Stimmbürger das Referendum und verlangen eine Urnenabstimmung. Diese setzte der Gemeinderat auf den 12. Februar 2017 fest.

 

Im Rahmen der Meinungsbildung sind einige kritische Fragen aufgetaucht. Diese werden untenstehend beantwortet.

 

Eine Sensibilisierungskampagne läuft seit 1. Januar 2017 auf Facebook. Diese läuft weiter und ist hier einsehbar.

 

Ein Fragen-Antworte-Flyer ging am 20. Januar 2017 an jeden Haushalt auf Romanisch und Deutsch.

 

Am 12. Februar 2017 stimmten über 60 Prozent der Urnengänger 4 x Ja für La SASSA, die Gondelbahn auf Alp da Munt und die Ergänzung der Beschneiung. Die Stimmbeteiligung lag bei 77 Prozent.

 


Fakten und Zahlen zum Projekt La SASSA

 

Das Projekt La SASSA – Feriengenuss in der Biosfera Val Müstair basiert auf drei Pfeilern:

  1. Dem Feriendorf La SASSA mit Wohnungen, Restaurant und Dienstleistungen
  2. Der Gondelbahn La SASSA – Alp da Munt mit Sommer- und Winterbetrieb
  3. Der Beschneiung der Talabfahrt Alp da Munt – La SASSA sowie Wasserversorgung der bestehenden Beschneiung Minschuns – Alp da Munt

Die drei Elemente stehen in direkter Abhängigkeit zueinander: Beschneiung und Gondelbahn sind Voraussetzung für den Bau von La SASSA. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund CHF 31 Mio.

 

Wer macht was?

Das Feriendorf La SASSA wird durch die domenig Immobilien AG Chur geplant, finanziert, gebaut und betrieben. Die Investitionssumme der ersten Phase beträgt rund CHF 25 Mio.

Die Gondelbahn und die Beschneiung werden durch die Sportanlagen AG Val Müstair geplant, gebaut, finanziert und betrieben. Die Investitionen für beide Projekte betragen CHF 6 Mio.

 

Wer soll das bezahlen?

Die Finanzierung der Gondelbahn und Beschneiung im Betrag von CHF 6 Mio. geschieht wie folgt:

  • CHF 1,7 Mio. stammen aus dem Verkauf des Baulands an die domenig Immobilien AG
  • CHF 1,3 Mio. bezahlt die Gemeinde Val Müstair à-fonds-perdu
  • CHF 1,0 Mio. stammen von der Ausgabe neuer Aktien der Sportanlagen Val Müstair AG
  • CHF 0,6 Mio. leistet der Kanton Graubünden à-fonds-perdu
  • CHF 1,4 Mio. steuert die Eidgenossenschaft als zinsloses Darlehen bei. Dieses ist von der Sportanlagen AG Val Müstair innert 15 Jahren zurückzubezahlen.

Warum braucht es gleichzeitig La SASSA, Gondelbahn und Beschneiung?

Der massive Rückgang der Logiernächte in Hotellerie und Parahotellerie muss rasch gestoppt werden und diese sollen bald deutlich zunehmen. Die Zahl der vorhandenen Arbeitsplätze gilt es zu erhalten und in absehbarer Zeit zu erhöhen. Nur so kann die Einwohnerzahl stabilisiert werden und zukünftig wieder wachsen.

Diese Steigerung ist Voraussetzung, um die gesamte Talinfrastruktur – Schulen, Gesundheitszentrum, Geschäfte, Restaurants, Hotels, Wohnungen, Gemeindebetriebe, … - am Leben zu erhalten. Nur so lassen sich Einkommen für Landwirtschaft, Gewerbe, Handel und Tourismus langfristig sichern.

Der etappenweise Bau des Feriendorfs La SASSA schafft über zwei Jahrzehnte hinweg Arbeitsplätze im Bau- und Zuliefergewerbe. Mit der Inbetriebnahme werden neue und dauerhafte Arbeitsplätze in der Hotellerie, Gastronomie und für Gästedienstleistungen ermöglicht.

Der Bau der Gondelbahn auf Minschuns steigert die Attraktivität des ganzen Tals zu allen Jahreszeiten und ist – zusammen mit der Beschneiung – Voraussetzung für eine hohe Auslastung von La SASSA rund ums Jahr.

 

Warum zuerst eine neue Gondelbahn und nicht moderne Anlagen auf Minschuns?

Dafür gibt es folgende Gründe:

  • Die Gondelbahn auf Alp da Munt bildet eine Einheit mit dem Bau des Feriendorfs La SASSA, der Erstellung der Kanalisation ab Alp da Munt, der Wasserleitung zum Speichersee für die bestehende Bescheiung Minschuns und der Beschneiungsanlage der Talabfahrt.
  • Ohne La SASSA, Gondelbahn und Beschneiung fehlen für die Finanzierung neuer Anlagen auf Minschuns die zwingend notwendigen Frequenzen.
  • Erst durch die Gäste von La SASSA gibt es neue Ersteintritte. Sie dienen sowohl Finanzierung und dem Unterhalt der Gondelbahn wie der künftigen Modernisierung der bisherigen Anlagen im Gebiet Alp da Munt - Minschuns. Diese kann dann innerhalb von fünf bis zehn Jahren in Angriff genommen werden.
  • Die bereits heute wünschenswerte Schneesicherheit für die Piste Minschuns und die Talabfahrt fehlen auf lange Sicht und entsprechen bereits heute nicht mehr den Gästewünschen.
  • Der Unterhalt der Zufahrtsstrasse auf Alp da Munt ist ökologisch, ökonomisch und sicherheitstechnisch bereits heute problematisch.

La SASSA ist das Projekt für die heutige Jugend, die mit dem Feriendorf ein Symbol für die Zukunft des Tals und positive Perspektiven – statt Abwanderung – für den Verbleib im Val Müstair erhält.

 

Welche finanziellen Risiken geht die Gemeinde ein?

Die Gemeinde bürgt während 15 Jahren für CHF 1,4 Mio. Dieser Betrag nimmt jährlich um knapp hunderttausend Franken ab. Gemäss Geschäftsplan von Dr. Riet Theus erwirtschaftet die Sportanlagen AG Val Müstair diesen Betrag.

Der à-fonds-perdu von der Gemeinde geleistete Beitrag von CHF 1,3 Mio. fliesst durch Baubewilligung, Anschlussgebühren und Handänderungskosten im Rahmen der ersten Bauetappe La SASSA bereits zurück.

 

Wie profitiert die Gemeinde von La SASSA?

Die Gemeinde Val Müstair wird für Baubewilligung, Anschlussgebühren und Handänderung der ersten Etappe rund CHF 1,4 Mio. einnehmen.

Ab der Inbetriebnahme des Feriendorfs La SASSA fliessen der Gemeinde jährlich mindestens CHF 120'000 für Taxen, und Immobiliensteuern, dem PEM aus Anschlussgebühren, Grundtaxen und Stromkonsum rund CHF 140'000 zu.

 

Droht dem Val Müstair mit der zusätzlichen Beschneiung eine Wasserknappheit?

Nein: Die Sportanlagen AG Val Müstair darf das Wasser der Kiesgrube Chava Piz Daint vertraglich während der Beschneiungszeit verwenden. Im Winter benötigt die Chava Piz Daint das Wasser nicht für die Kieswaschanlage. Messungen während der letzten fünf Jahre belegen, dass die für die Beschneiung benötigten 20 l/sec. weit überschritten werden. Diese Wassermenge ermöglicht es, die Beschäftigungspiste Alp da Munt – Feriendorf La SASSA/Talstation Gondelbahn (1‘750 m) zu beschneien und den Speichersee Alp da Munt regelmässig zu speisen. So ist auch genügend Wasser für die bestehende Beschneiungsanlage auf Munt Minschuns bis auf 2‘500 Meter vorhanden.

 

Die zusätzliche Beschneiung ist zu teuer.

Dies ist erstens nicht der Fall, weil sich eine Reihe von Auflagen gleichzeitig und für alle Beteiligten kostengünstiger durchführen lassen:

  • Die Gemeinde Val Müstair hat der Sportanlagen AG Val Müstair die Auflage gemacht, das Restaurant Alp da Munt an die Kanalisation anzuschliessen. Ein Graben und die Verlegung der Leitungen sind auch ohne Beschneiung zwingend.
  • In diesem Graben lassen sich ohne Mehrkosten die Leitungen für den Wassertransport in den Speichersee Alp da Munt für die Beschneiung Minschuns – Alp da Munt und die Infrastruktur der Beschneiung Alp da Munt – La Sassa verlegen.
  • Dazu kann das PEM die Strom-Freileitung in die Erde verlegen und damit das Landschaftsbild aufwerten.
  • Ebenfalls lässt sich die notwendig gewordene Kanalisationsleitung des Restaurants Süsom Givè (Ofenpasshöhe) integrieren.

Zweitens:

  • Die Beschneiung wird vom Kanton zusätzlich gefördert, weil er diese als unabdingbar erachtet. Wird nur die Gondelbahn gebaut, betragen Bundesdarlehen und à-fonds-perdu-Betrag CHF 1,25 Mio. Werden Gondelbahn und Beschneiung realisiert, beträgt das Bundesdarlehen CHF 1,4 Mio. und der à-fonds-perdu Beitrag CHF 0,63 Mio, zusammen also CHF 0,78 Mio. mehr (was in etwa zwei Drittel der Kosten für die Beschneiung entspricht).
  • Der Saisonbeginn für den Wintersport wird zukünftig gesichert und Einnahmenausfälle wegen fehlendem Schnee gehören der Vergangenheit an.
  • Die modernen Schneelanzen weisen einen deutlich gesenkten Stromverbrauch auf.
  • Die Beschneiung ist nur anfangs der Saison notwendig, anschliessend wird nur noch wenn nötig punktuell beschneit.
  • Die Einschneizeit beträgt für Minschuns – Alp da Munt rund 120 Stunden, für Alp da Munt – La SASSA rund 100 Stunden.

 

Haftet die Gemeinde für die Risiken der Sportanlage AG Val Müstair?

 ·        Die Sportanlagen AG Val Müstair ist eine selbstständige Aktiengesellschaft.

 ·        Sollte diese in Konkurs fallen, werden die Anlagen dem meistbietenden Interessenten verkauft.

·         Die Gemeinde ist aus rechtlicher Sicht - ausser mit der Bürgschaft pro rata temporis als einzigem Risiko - in keiner Weise involviert.

 

Was passiert mit Minschuns, wenn Gondelbahn und Beschneiung nicht kommen?

Die Zufahrt auf Alp da Munt ist aus ökologischen (Abgase, Lärm und 15 Tonnen CO2/Jahr) und ökonomischen Überlegungen (Winterdienst, Parkplatz, Skibusbetrieb) auf Sicht nicht mehr tragbar. Das Nebeneinander von Strasse und Talabfahrt ist gefährlich und unattraktiv. Für Gäste sind die Zustände weder verständlich noch motivieren sie für zukünftige Besuche.

Die Schneeunsicherheit hält viele Wintersportgäste vom Vorausbuchen der Unterkünfte ab: Der Gästeschwund hält an.

Schliesslich wird der Winterbetrieb am Minschuns eingestellt werden müssen mit den entsprechenden negativen Folgen für Hotellerie, Parahotellerie, Gewerbe und Arbeitsplätze.

 

Sportanlagen AG Val Müstair

Der Verwaltungsrat

20.12.2016

 

Für weitergehende Auskünfte steht Verwaltungsrat und Sekretär Hans Rupp-Pitsch der Sportanlagen AG Val Müstair bereit:

Chalchera 38

7532 Tschierv

hans.rupp@wps-revision.ch

+41 81 851 62 62

+41 78 66 99 520

 

Die Gondelbahn von La SASSA auf Minschuns wird  Wintersportlern und Sonnenanbetern sowie Wanderern, Bikern und Geniessern dienen. Foto: (C) Andrea Badrutt, Chur